Steinbach an der Steyr
Zwischen steilen Konglomeratfelsen und dem klaren Lauf der Steyr liegt Steinbach an der Steyr – ein Ort, der Geschichte und Gegenwart auf engem Raum verbindet. Rund 20 Kilometer südlich der Stadt Steyr schmiegt sich die Marktgemeinde an den Hang über dem Fluss und öffnet den Blick in eine weite, fast canyonartige Landschaft.
Schmale Gassen, hängende Gärten und stattliche Bürgerhäuser erzählen vom einstigen Wohlstand des Messerer-Handels, der Steinbach im 15. und 16. Jahrhundert prägte. Bis heute erinnert das Messerermuseum am Steyrufer an diese handwerkliche Tradition.
Wer durch den historischen Ortskern spaziert, spürt die besondere Atmosphäre zwischen Fluss, Wald und Voralpen. Wander- und Radwege führen hinaus in die Region um den Nationalpark Kalkalpen, während das Dorf selbst mit Kunst, Krippenhaus und lebendigem Brauchtum überrascht. In der vorweihnachtlichen Zeit verwandelt sich Steinbach in ein idyllisches Adventkalenderdorf. Regionale Schmankerl, seltene alte Handwerkskunst und feierliche Adventkonzerte prägen den Advent. Ein Ort mit Charakter – ruhig, geschichtsträchtig und offen für neue Perspektiven.
Steinbach an der Steyr blickt auf eine lange Geschichte zurück – von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Jungsteinzeit bis zur lebendigen Gemeinde im heutigen Oberösterreich. Aus Orts‑ und Flurnamen lässt sich eine slawische Besiedlung im frühen Mittelalter ableiten, später folgten bairische Rodungen und eine kontinuierliche Entwicklung als Siedlungsraum im Steyrtal.
Um 1120/1130 wird Steinbach erstmals im Traditionskodex des Klosters Garsten erwähnt; der Ort war damals Sitz der Ritter von Steinbach. Auf oder nahe dem Platz der heutigen Pfarrkirche befand sich eine kleine Burganlage. Der Überlieferung nach entstand aus ihren Steinen die erste Kirche, dem heiligen Bartholomäus geweiht.
Seine Blütezeit erlebte Steinbach im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit durch das Messerer‑Handwerk. Die Wasserkraft der Steyr trieb Hämmer und Schleifen an; Messer und Klingen aus Steinbach wurden bis nach Venedig gehandelt. Der Wohlstand aus diesem Fernhandel brachte dem Ort den Beinamen „Goldenes Steinbach“ ein. Noch heute erinnern Bürgerhäuser und das Messerermuseum an diese Zeit, in der Handwerk, Handel und Gemeinschaft das Leben prägten.
Der kleine Ort wurde im 15. und 16. Jahrhundert durch den Messerhandel wohlhabend und als „Venedig des Steyrtals“ bekannt. Noch heute prägen das Messerermuseum, Werkstätten und historische Häuser das Ortsbild. Wer durch die schmalen Gassen geht, spürt Geschichte – und gleichzeitig eine lebendige Gegenwart mit Ausstellungen, Handwerk und regionalen Festen im 360° Alpenland.
Ja. Gut markierte Wege führen durch Wälder, über Wiesen und auf sanfte Höhenzüge. Ob gemütlicher Rundweg oder längere Tour in Richtung Nationalpark Kalkalpen – Steinbach ist idealer Ausgangspunkt für Wanderurlaub im Alpenland. Die Wege verbinden Naturerlebnis mit stillen Rastplätzen und weiten Ausblicken über das Steyrtal.
Der Steinbacher Advent verwandelt den Ortskern in eine stimmungsvolle Bühne mit Krippenausstellung und Adventsingen. Die Schmankerlroas am Nationalfeiertag bringt regionale Produzenten und Mostkultur in die Hochgasse. Dazu kommen Kirtag und kulturelle Veranstaltungen im Alten Pfarrhof. Brauchtum wird hier nicht inszeniert, sondern gelebt.
Das Steyrtal bietet ideale Bedingungen für Radurlaub in Oberösterreich. Entlang des Flusses führen familienfreundliche Strecken, während ambitionierte Radfahrer die Anstiege ins Umland wählen. Die Nähe zu Steyr und in Richtung Nationalpark Kalkalpen verbindet Natur, Bewegung und kurze Wege – ein Vorteil des 360° Alpenland.
Das Freibad im Ort, sichere Spazierwege und kurze Wanderungen machen Steinbach zu einem entspannten Ziel für Familien. Kinder entdecken Natur am Steyrufer, während Erwachsene die Ruhe der Landschaft genießen. Alles liegt nah beieinander – Natur, Kultur und Bewegung greifen ineinander.