Klaus an der Pyhrnbahn liegt dort, wo sich das obere Kremstal in Richtung Alpen öffnet und die Landschaft spürbar ruhiger wird. Eingebettet zwischen bewaldeten Hängen, der Steyr und dem markanten Bergpanorama der nördlichen Kalkalpen verbindet die Gemeinde Naturraum, Geschichte und Lebensqualität auf besondere Weise. Als Gebirgsgemeinde am linken Ufer der Steyr reicht ihr Gebiet von der Kremsmauer bis zu den Nordwänden des Prielmassivs – ein weiter Bogen aus Fels, Wald und Wasser.
Der Klauser See prägt das Ortsbild ebenso wie die klare Tallage. Entstanden durch den Kraftwerksbau, fügt sich der rund sieben Kilometer lange See heute harmonisch in die Landschaft ein und ist zu einem beliebten Naherholungsraum geworden – mit Spazierwegen, Bootsangeboten und ruhigen Plätzen am Wasser. Nur wenige Schritte darüber erhebt sich Schloss Klaus mit seiner frühbarocken Bergkirche, die seit Jahrzehnten kulturelle und geistliche Impulse setzt und den Ort architektonisch wie atmosphärisch mitprägt.
Klaus an der Pyhrnbahn ist eng mit seiner Verkehrsgeschichte verbunden. Die Lage an der Pyhrnbahn machte den Ort früh zu einem wichtigen Punkt im Nord‑Süd‑Korridor zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Heute sorgen Bahnlinie, Pyhrnpass Straße und die nahe A9 für eine gute Erreichbarkeit – ohne dass der dörfliche Charakter verloren gegangen ist.
Vereine, Veranstaltungen und ein aktives Gemeindeleben prägen den Alltag zwischen den Ortschaften Klaus, Steyrling und Kniewas. Natur und Gemeinschaft stehen hier nicht nebeneinander, sondern greifen ineinander.
So präsentiert sich Klaus an der Pyhrnbahn als Ort mit klarer Haltung: alpin geprägt, landschaftlich eindrucksvoll und zugleich bodenständig. Eine Gemeinde, die ihre Lage am Tor zur Pyhrn‑Priel‑Region bewusst lebt – mit Blick auf die Berge und festen Wurzeln im Tal.
Klaus an der Pyhrnbahn blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die untrennbar mit seiner Lage in der markanten Talenge der Steyr verbunden ist. Bereits in der Bronzezeit wurde das Gebiet begangen, wie archäologische Funde belegen. Später führte eine bedeutende Römerstraße durch das Steyrtal – ein früher Hinweis darauf, dass Klaus schon damals ein strategisch wichtiger Durchgangsort zwischen Nord und Süd war.
Im Hochmittelalter tritt Klaus deutlicher ins Licht der Geschichte. Erste urkundliche Hinweise stammen aus dem späten 12. Jahrhundert: 1192 wird der Ort als landesfürstlicher Besitz der Babenberger genannt. Die Burg Klaus sicherte die Engstelle im Tal und war Verwaltungssitz sowie Machtsymbol zugleich. Im Lauf der Jahrhunderte wandelte sich auch der Ortsname – von „Clusa“ über „Chlausa“ bis zum heutigen „Klaus“ – und spiegelt damit den sprachlichen und kulturellen Wandel der Region wider. Seit 1490 gehörte der Ort zum Fürstentum Österreich ob der Enns und war damit fest in die Landesgeschichte eingebunden.
Wie viele Orte Oberösterreichs war auch Klaus von den Umbrüchen der Neuzeit geprägt. Während der Napoleonischen Kriege kam es zu mehrfachen Besetzungen. Nach 1918 wurde Klaus Teil des neu gegründeten Bundeslandes Oberösterreich, 1938 dem Gau Oberdonau zugeordnet und nach 1945 wieder in das Bundesland Oberösterreich eingegliedert.
Ein prägender Einschnitt der jüngeren Geschichte war der Bau des Laufkraftwerks Klaus in den Jahren 1973 bis 1975. Mit dem entstehenden Stausee veränderte sich das Landschaftsbild nachhaltig. Aus einem technischen Infrastrukturprojekt entwickelte sich zugleich ein Naherholungsraum, der heute fester Bestandteil des Gemeindelebens ist.
Auch kulturell setzt Klaus Zeichen: Der denkmalgeschützte Lokschuppen wurde 1998 im Rahmen der Landesausstellung „Land der Hämmer“ genutzt und ist heute als „Lokschuppm“ ein lebendiger Ort für Veranstaltungen und Begegnung.
So erzählt die Geschichte von Klaus an der Pyhrnbahn von Verkehr und Wandel, von Macht und Natur, von Technik und Gemeinschaft – und von einem Ort, der seine Vergangenheit kennt und seine Zukunft bewusst gestaltet.
Klaus liegt im Süden von Oberösterreich, im Steyrtal, direkt an der Pyhrnbahn und nahe der A9 Pyhrn-Autobahn. Die Lage macht den Ort gut erreichbar und zugleich eingebettet in die Bergwelt zwischen Pyhrn und Priel – ein idealer Ausgangspunkt im 360° Alpenland.
Rund um den See und hinauf zur Bergkirche führen gut markierte Wege. Vom gemütlichen Uferspaziergang bis zur ausgedehnten Runde Richtung Nationalpark Kalkalpen finden Wandernde passende Touren.
Ja. Klaus bietet leichten Zugang zu Talwegen, Almen und anspruchsvolleren Bergtouren in der Region Pyhrn-Priel. Die Nähe zu Gipfeln und zugleich zum Wasser schafft Abwechslung ohne lange Anfahrten.
Schloss Klaus prägt das Ortsbild seit Jahrhunderten. Es steht für Geschichte, Begegnung und kulturelle Impulse – sichtbar über dem Ort und eng verbunden mit der Bergkirche.
Die Bergkirche ist ein besonderer Kraftplatz oberhalb des Ortes. Neben ihrer historischen Bedeutung ist sie heute Veranstaltungsort, etwa für den renommierten Musik-Sommer.
Entlang der Steyr verlaufen Radstrecken mit moderatem Gefälle. Ambitionierte Biker:innen finden in Richtung Pyhrn-Priel anspruchsvollere Routen.
Nur wenige Kilometer trennen Klaus von den Ausläufern des Nationalpark Kalkalpen. Alte Buchenwälder und weite Waldlandschaften sind rasch erreichbar.