Der Nationalpark Kalkalpen bewahrt auf 209 km² das größte zusammenhängende Waldgebiet Österreichs – mit einem bedeutenden Anteil an alten Buchenbeständen. 5.250 Hektar dieser Wälder wurden 2017 gemeinsam mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein als Österreichs erstes Weltnaturerbe im Sinne der UNESCO anerkannt. Auf ausgewählten Wanderwegen wird diese stille, kraftvolle Natur im 360° Alpenland unmittelbar spürbar.
Mehr als 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten finden in den alten Buchenwäldern des Nationalpark Kalkalpen ihren Lebensraum. Natürliche Buchenwälder sind in Europa selten geworden – hier wachsen sie noch in ihrer ursprünglichen Kraft.
Das Welterbegebiet Kalkalpen umfasst vier Teilflächen innerhalb des Nationalpark Kalkalpen. Rund 75 % der Wälder sind älter als 140 Jahre, viele sogar über 200 Jahre. Die älteste Buche der Alpen ist etwa 550 Jahre alt.
Sechs verschiedene Buchenwaldgesellschaften prägen das Gebiet – vom Zyklamen- bis zum hochmontanen Karbonat-Buchenwald. Eine Besonderheit der Kalkalpen ist das gemeinsame Auftreten von Buche und Lärche an der Nordseite des Sengsengebirges. Die höchstgelegenen Bestände reichen bis auf 1.450 Meter Seehöhe.
5.250 Hektar zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe, davon 400 Hektar echte Urwaldzellen. Rund 90 % der Flächen gelten als natürlich oder naturnah – geprägt von Lawinen, Schneegleiten und der Dynamik freier Natur.
Weitere Informationen bietet die Website des Nationalpark Kalkalpen sowie die Plattform zum UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder.
Zu fixen Terminen führen dich Ranger durch das UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark Kalkalpen – wahlweise durch das Hintergebirge, zu den Siebenbrünn, in den Bodinggraben oder entlang des Wildnistrail Buchensteig.
Die Auszeichnung würdigt die außergewöhnliche Bedeutung der Buchenwälder für das Naturerbe der Menschheit. Sie sind Teil der „Alten Buchenwälder Europas“ und stehen unter internationalem Schutz.
Ursprüngliche Rotbuchenwälder sind in Europa selten geworden. Viele wurden über Jahrhunderte genutzt oder gerodet. Naturnahe Bestände wie im Nationalpark Kalkalpen sind daher von großer ökologischer Bedeutung.
Seit 2017 gehören die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen gemeinsam mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Ein Großteil der Wälder ist über 140 Jahre alt, viele Bestände sind deutlich älter. Einzelne Buchen erreichen ein Alter von rund 550 Jahren.
Rund 90 Prozent der Welterbeflächen gelten als natürlich oder naturnah. Prozesse wie Lawinen oder Schneebruch prägen das Ökosystem ohne menschliche Eingriffe.
Ja. Ausgewählte Wanderwege im Nationalpark Kalkalpen führen durch naturnahe Waldgebiete. Geführte Ranger-Touren vermitteln zusätzlich Hintergrundwissen.
Viele Wege sind gut markiert und auch für Familien geeignet. Besucherzentren vermitteln Wissen anschaulich und verständlich.